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Mit Inklusion zum Erfolg – wie die R+V Begegnung fördert

Warum entstehen die stärksten Teams nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer Unterschiede? Im Gespräch erklärt Daniel Auer von der R+V Versicherung, wie gelebte Vielfalt Innovation fördert, Unternehmenskultur verändert und aus Begegnungen nachhaltige Veränderungen entstehen lässt.
vor 13 Stunden | von Kai Dittmer
Beitragsbild

Unternehmen investieren viel Zeit in Werte, Leitbilder und Employer Branding. Doch die entscheidende Frage lautet nicht, welche Werte an der Bürowand hängen. Sondern ob sie im Arbeitsalltag tatsächlich erlebbar werden. Denn Kultur entsteht nicht durch Kommunikation allein, sondern durch Erfahrungen aus dem Alltag.

Genau diesen Gedanken verfolgt Daniel Auer, Kunden- und Vertriebsdirektor Süd-Ost bei der R+V Versicherung. Sein Ansatz zeigt eindrucksvoll: Wer Vielfalt nicht als Pflichtprogramm, sondern als Lernprozess versteht, verändert nicht nur das Miteinander im Unternehmen, sondern schafft auch bessere Voraussetzungen für Innovation, Zusammenarbeit und langfristigen Erfolg.

Vielfalt ist ein strategischer Erfolgsfaktor

Wenn über Diversität und Inklusion gesprochen wird, steht häufig die gesellschaftliche Verantwortung im Mittelpunkt. Daniel Auer geht bewusst einen Schritt weiter. Vielfalt muss gar nicht ideologisch oder moralisch diskutiert werden, sondern ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor.

Teams erzielen bessere Ergebnisse, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Verschiedene Erfahrungen, Lebenswege und Blickwinkel erweitern den Lösungsraum besonders bei komplexen Fragestellungen. Das gilt unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße.

Bei der R+V wird dieser Gedanke deshalb nicht als separates Nachhaltigkeitsprojekt behandelt, sondern als Teil der Unternehmenskultur. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Behinderung ihr Potenzial entfalten können. Diese Haltung dient nicht nur den Mitarbeitenden, sondern letztlich auch den Kundinnen und Kunden.

Echte Veränderung beginnt mit Kontakt

Viele Unternehmen sprechen über Inklusion. Wesentlich seltener schaffen sie Situationen, in denen Mitarbeitende Inklusion tatsächlich erleben.

Genau dort setzt Daniel Auer an. Statt ausschließlich Schulungen oder Präsentationen zu organisieren, bringt sein Team Menschen mit und ohne Behinderung bewusst zusammen. Unter anderem Workshops mit den sogenannten Potenzial Pionieren. Die Potenzial Pioniere sind eine Agentur, die Inklusion erlebbar macht und Menschen durch persönliche Geschichten, Workshops und Events für Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe sensibilisiert. Gemeinsame Veranstaltungen oder inklusive Freizeitprojekte schaffen persönliche Begegnungen, die klassische Sensibilisierungsmaßnahmen kaum erreichen.

Menschen erzählen von ihren eigenen Krisen, Rückschlägen und dem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Diese Erfahrungen verändern Perspektiven. Sie machen Barrieren sichtbar, die vielen zuvor gar nicht bewusst waren, und zeigen gleichzeitig, welches Potenzial in Menschen steckt, deren Fähigkeiten häufig unterschätzt werden.

Gerade diese unmittelbaren Erfahrungen sorgen dafür, dass Vielfalt nicht abstrakt bleibt, sondern Teil der eigenen Denkweise wird.

Kultur wächst durch konsequentes Handeln

Veränderung beginnt selten mit einer großen Strategie. Meist startet sie mit wenigen engagierten Menschen.

Auch bei der R+V war das nicht anders. Aus einer einzelnen Idee entstand zunächst ein inklusives Event, später folgten weitere Initiativen, Kooperationen und Projekte. Anfangs mussten einige Kolleginnen und Kollegen noch überzeugt werden, aktiv mitzugestalten. Doch mit jedem sichtbaren Erfolg entstand ein Dominoeffekt: Immer mehr Mitarbeitende entwickelten eigene Ideen und trugen die Kultur eigenständig weiter.

Dieses Muster lässt sich auf nahezu jedes Veränderungsvorhaben übertragen. Menschen lassen sich langfristig weniger durch Appelle überzeugen als durch positive Erfahrungen. Wer erlebt, dass eine neue Arbeitsweise funktioniert und Sinn stiftet, übernimmt sie deutlich nachhaltiger.

In der R+V wird Kulturentwicklung daher ausdrücklich als Marathon verstanden. Werte entstehen nicht innerhalb weniger Workshops, sondern wachsen über Jahre hinweg durch kontinuierliches Vorleben.

Potenzial schlägt Perfektion

Die gleiche Haltung zeigt sich auch bei der Personalauswahl.

Während früher oft geradlinige Lebensläufe und perfekte Noten im Vordergrund standen, gewinnen heute andere Eigenschaften an Bedeutung: Lernbereitschaft, Empathie, Resilienz und die Fähigkeit, unterschiedliche Menschen zu verstehen.

Ungewöhnliche Lebenswege können daher auch eine wertvolle Ressource sein. Menschen, die Rückschläge überwunden oder vielfältige Erfahrungen gemacht haben, bringen häufig Perspektiven mit, die Teams bereichern und Kundenbeziehungen stärken.

Diese Denkweise verändert auch die Rolle von Führungskräften. Ihre Aufgabe besteht nicht darin, ausschließlich fertige Talente auszuwählen. Sie besteht darin, Potenziale zu erkennen und Menschen bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Förderung und Forderung gehören dabei untrennbar zusammen.

Haltung wird glaubwürdig, wenn sie gelebt wird

Der vielleicht wichtigste Gedanke aus der Praxis der R+V lautet: Kultur entsteht nicht durch Absicht, sondern durch Handlung.

Wer Vielfalt fördern möchte, muss nicht auf große Budgets oder umfangreiche Programme warten. Oft reicht der erste Schritt: den Kontakt zu sozialen Einrichtungen suchen, Menschen außerhalb der eigenen Bubble kennenlernen oder Mitarbeitenden Räume für neue Erfahrungen schaffen.

Aus Gesprächen entstehen Beziehungen. Aus Beziehungen entstehen Netzwerke. Und aus diesen Netzwerken entwickeln sich Ideen, die langfristig ganze Unternehmenskulturen verändern können.

Die Erfahrungen von Daniel Auer und der R+V zeigen, dass Inklusion weit mehr ist als gesellschaftliche Verantwortung. Sie ist ein Instrument für bessere Zusammenarbeit, stärkere Teams und eine offenere Innovationskultur. Unternehmen, die diesen Zusammenhang verstehen, investieren nicht nur in ein gutes Miteinander. Sie investieren in ihre eigene Zukunftsfähigkeit.
Im Rahmen unseres Podcasts MutOffensive sprechen wir in der aktuellen Staffel mit verschiedenen Partnern unseres Ökosystems darüber, wie Zusammenarbeit, Innovation und Transformation in der Praxis gelingen. Jede Woche erscheint eine neue Folge.

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Hier gibt’s die Podcast-Folge zum Thema kostenlos und in voller Länge!

Dominik Baumann Geschäftsführer
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