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Wie entsteht die Region der Zukunft durch die aconium GmbH?

Was macht eine Region wirklich zukunftsfähig? Julia Haselberger von der aconium GmbH zeigt, warum Digitalisierung nur ein Mittel zum Zweck ist und erfolgreiche Regionalentwicklung stattdessen mit einer Vision beginnt.
vor 1 Tag | von Kai Dittmer
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Wenn über die Zukunft von Regionen gesprochen wird, dreht sich die Diskussion häufig um Breitband, Mobilfunk oder digitale Anwendungen. Dabei wird leicht übersehen, dass all diese Maßnahmen nur dann Wirkung entfalten, wenn sie Teil einer übergeordneten Entwicklung sind. Genau diesen Perspektivwechsel verfolgt Julia Haselberger, Teamleiterin Regionalentwicklung bei der aconium GmbH. Für sie beginnt erfolgreiche Regionalentwicklung nicht mit der Frage nach der nächsten Technologie, sondern mit einer grundsätzlichen Überlegung: Wo steht eine Region heute und wohin möchte sie sich entwickeln?

Erst wenn diese Frage beantwortet ist, werden Infrastruktur und Digitalisierung zu echten Möglichmachern.

Ein gemeinsames Zielbild

Jede Region bringt andere Voraussetzungen mit. Wirtschaftliche Strukturen, geografische Lage, demografische Entwicklung oder vorhandene Kompetenzen unterscheiden sich erheblich. Deshalb gibt es nach Auffassung von aconium auch keine Blaupause für eine erfolgreiche Zukunftsregion.

Statt Best-Practice-Lösungen einfach zu kopieren, verfolgt das Unternehmen einen konsequenten Analyseansatz. Am Anfang stehen die eigenen Stärken und Schwächen, vorhandene Potenziale und konkrete Entwicklungsziele. Daraus entsteht eine Vision, die anschließend in messbare Ziele und schließlich in konkrete Projekte übersetzt wird.

Infrastruktur: kein Selbstzweck, sondern Möglichmacher

Ist das Ziel klar definiert, rückt die Infrastruktur in den Mittelpunkt. Allerdings nicht als reiner Selbstzweck, sondern als Werkzeug, um die gewünschte Entwicklung überhaupt möglich zu machen.

Bei aconium zeigt sich dieser Ansatz besonders deutlich. Infrastruktur wird immer aus der angestrebten Wirkung heraus gedacht. Die entscheidende Frage lautet nicht: Welche Infrastruktur können wir bauen? Sondern: Welche Infrastruktur brauchen wir, damit unsere Entwicklungsziele erreichbar werden?

Dieser Unterschied verändert den gesamten Planungsprozess. Denn eine Infrastruktur, die niemand nutzt oder die an den tatsächlichen Bedarfen vorbeigeht, bindet Ressourcen, ohne einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen. Infrastruktur sollte daher immer aus einer klaren Strategie heraus entstehen und niemals um ihrer selbst willen.

Digitale Infrastruktur als Betriebssystem einer modernen Region

Dieser Gedanke gilt insbesondere bei digitaler Infrastruktur. Für Julia Haselberger umfasst diese weit mehr als Glasfaserleitungen oder Mobilfunknetze. Erst das Zusammenspiel verschiedener Bausteine schafft die Grundlage für eine zukunftsfähige Region: leistungsfähige Netze, digitale Anwendungen, Datenplattformen, Cybersicherheit und vor allem die Kompetenzen der Menschen, diese Möglichkeiten sinnvoll zu nutzen.

Digitale Infrastruktur wird damit zum Betriebssystem einer Region. Sie verbindet Verwaltung, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger miteinander und schafft die Voraussetzungen für neue Dienstleistungen, effizientere Prozesse und innovative Geschäftsmodelle.

Dieses “Betriebssystem” allein erzeugt noch keinen Nutzen. Entscheidend ist, welche Anwendungen darauf entstehen und welchen konkreten Mehrwert sie für die Menschen schaffen.

Wirkung durch Beteiligung

Ein weiterer Grundsatz prägt die Arbeit von aconium: Regionalentwicklung gelingt nicht am Schreibtisch.

Die Menschen vor Ort sind nicht nur spätere Nutzer neuer Lösungen, sondern wichtige Mitgestalter des gesamten Entwicklungsprozesses. Deshalb empfiehlt das Unternehmen frühzeitige Beteiligung bereits während der Analysephase. Bürgerinnen und Bürger ergänzen Daten um Erfahrungen, machen auf bislang übersehene Herausforderungen aufmerksam und helfen dabei, Lösungen passgenau zu entwickeln. Gleichzeitig wächst die Akzeptanz für spätere Projekte erheblich, weil Entwicklung nicht über Köpfe hinweg geschieht.

Diese Erkenntnis ist universell. Ob Region, Unternehmen oder Organisation: Transformation wird dann erfolgreich, wenn Betroffene frühzeitig zu Beteiligten werden.

Von der Vision zur lebenswerten Region

Regionalentwicklung ist weit mehr als die Umsetzung einzelner Projekte oder der Ausbau neuer Infrastruktur. Sie beginnt mit einer ehrlichen Analyse der eigenen Ausgangslage, entwickelt daraus eine gemeinsame Vision und übersetzt diese Schritt für Schritt in konkrete Maßnahmen. Genau diesen Ansatz verfolgt aconium in der Praxis. Die Erfahrungen des Unternehmens zeigen: Infrastruktur entfaltet ihren Wert erst dann, wenn sie auf ein klares Ziel einzahlt und den Menschen vor Ort einen echten Mehrwert bietet. So entsteht keine digitale Region um der Digitalisierung willen, sondern eine Region, die langfristig handlungsfähig, lebenswert und zukunftsfähig bleibt.

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Dr. Julia Breßler Innovationsarbeit
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