
Genau darum ging es beim ADG Bank Innovativ Tag 2026 am 22. und 23. September auf Schloss Montabaur. Unter dem Motto „Starke Innovation durch starke Fundamente“ kamen Entscheiderinnen und Entscheider aus der Finanzbranche zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam auf die Zukunft des Bankings zu schauen. Als Partner der ADG veranstalteten wir von der TeleskopEffekt das Event mit.
Die Themen des ersten Tages machten schnell deutlich, wie vielfältig die Herausforderungen für Banken heute sind. Dabei ging es nicht nur um neue Technologien, sondern ebenso um die Frage, wie Innovation in bestehenden Strukturen funktionieren kann.
Andreas Kötter von der ZAM eG zeigte in seinem Impuls „Regulatorik als Innovationsbooster“, dass regulatorische Anforderungen nicht ausschließlich als Einschränkung verstanden werden müssen. Auch der Einsatz künstlicher Intelligenz wurde aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Markus Pohl von der BaFin widmete sich den IKT-Risiken beim Einsatz von KI, während Stephan Lohß von ImmBlend zeigte, wie KI, Augmented Reality und neue Rollenbilder den Bankvertrieb verändern können. Markus Gauder von der QIDF GmbH und Philipp Wölfing von der Raiffeisenbank im Grabfeld eG richteten den Blick auf eine konkrete Zielgruppe und die Frage, wie ein neuartiges Beratungserlebnis junge Erwachsene erreichen kann. Zudem stellte Magnus Prohm von der Atruvia AG moderne Arbeitswelten und den BankingWorkspace in den Mittelpunkt. Und Philipp Marcello Schulden von Union Investment nahm die Nutzung von Kryptowerten durch Geno-Kunden unter die Lupe.
Eine weitere Perspektive eröffnete die Podiumsdiskussion mit Peter Rausch von der ADG und Carsten Graf von der PSD Bank Braunschweig eG. Zum Abschluss des Tages ging es mit Andre Radivojevic von genokom und Diyar Takak von DG Nexolution um neue Erlebnisräume für Genossenschaftsbanken und den Weg „vom Schalter ins Metaverse“.
The Bandbreite der Themen zeigt, dass Innovation im Banking längst nicht mehr nur eine technologische Dimension hat, sondern sowohl Geschäftsmodelle, Prozesse und Kundenerlebnisse als auch Arbeitsweisen und letztlich die gesamte Organisation betrifft.
Ein wesentlicher Bestandteil des Bank Innovativ Tags waren deshalb nicht nur die Vorträge, sondern auch die anschließenden Workshops und Gespräche.
Mit Dr. Julia Breßler und Dominik Baumann wurden die Impulse des Tages in interaktiven Workshops weitergedacht und gemeinsam Ergebnisse erarbeitet. Genau dieser Schritt ist entscheidend: Ein Impuls allein verändert noch gar nichts. Erst wenn daraus Diskussionen, konkrete Überlegungen und schließlich erste Schritte entstehen, wird Innovation wirksam.

Auch der Vahetus zwischen den Teilnehmenden spielte dabei eine zentrale Rolle. Viele Häuser stehen vor ähnlichen Fragen. Wie lässt sich Innovation strukturell verankern? Wie können neue Technologien sinnvoll eingesetzt werden? Und wie gelingt Veränderung, ohne dabei Mitarbeitende zu überfordern?
Die Feedbackrunde hat genau diese Gemeinsamkeiten noch einmal sichtbar gemacht: Bei Herausforderungen sowie Chancen gibt es viele Überschneidungen. Umso weniger sinnvoll ist es, wenn jede Bank für sich allein nach Lösungen sucht. Innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe gibt es die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam schneller voranzukommen.
Der zweite Veranstaltungstag richtete den Blick stärker auf die Menschen und Organisationen hinter der Veränderung.
Christian Buchholz vom verrocchio Institute for Innovation Competence beschäftigte sich mit der Frage, wie aus Veränderungsmüdigkeit wieder Aufbruchsenergie entstehen kann. Philipp Schilling und Annalena Fink von der WG-DATA zeigten, welche Rolle Gamification bei der KI-Transformation spielen kann. Valentina Aschenbrenner von msg for banking stellte die Verbindung zwischen Customer Experience und Employee Experience in den Mittelpunkt. Auch der Umgang mit Trends wurde praktisch betrachtet: Silvana Schädle von der Volksbank Allgäu-Oberschwaben und Katrin Weiland von der Volksbank Bodensee-Oberschwaben gingen der Frage nach, wie Banken aus Trendbeobachtungen konkrete Erkenntnisse für das eigene Haus ableiten können. Damit schloss sich ein Kreis zum Leitgedanken der Veranstaltung. Innovation entsteht nicht allein durch das Erkennen neuer Möglichkeiten. Das Fundament für Innovation ist ein Umfeld, in dem Menschen Veränderungen mittragen, ausprobieren und gemeinsam weiterentwickeln können.
Vielleicht liegt genau darin eine der wichtigsten Stärken des ADG Bank Innovativ Tags: Er bringt Menschen zusammen, die an ähnlichen Themen arbeiten, aber unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven mitbringen. Der persönliche Austausch schafft dabei etwas, das sich durch keine Trendstudie und keinen Vortrag ersetzen lässt: die Möglichkeit, konkrete Erfahrungen zu teilen, Fragen zu stellen und voneinander zu lernen.
Innovation muss deshalb nicht bedeuten, dass jede Bank alles selbst entwickeln muss. Manchmal besteht der erste Schritt auch darin, zu erkennen, dass andere bereits vor einer ähnlichen Herausforderung stehen und vielleicht schon Erfahrungen gesammelt haben, von denen das eigene Haus profitieren kann. Axel Gürntke von der ADG hat seine wichtigste Erkenntnis aus den beiden Tagen passend zusammengefasst:
„Fortschritt beginnt selten mit dem perfekten Plan. Er beginnt mit dem ersten Schritt.“
Für uns als Team zeichnet die Aussage von Axel Gürntke ein treffendes Bild für Innovation im Banking. Ein starkes Fundament bedeutet nicht, dass bereits jede Antwort feststeht. Es bedeutet, dass die Voraussetzungen geschaffen sind, um den nächsten Schritt zu gehen. Dazu hat der ADG Bank Innovativ Tag 2026 einen Raum geschaffen für Impulse, Diskussionen, gemeinsames Arbeiten und vor allem für den persönlichen Austausch innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe.
Und damit auch für das, was Innovation letztlich voranbringt: nicht allein nach der perfekten Lösung zu suchen, sondern gemeinsam ins Handeln zu kommen.
Dieses Learning nehmen wir vom ADG Bank Innovativ Tag 2026 mit.

Olge kursis ja registreeruge kohe TeleskopEffekt uudiskirjaga.